UMGEBUNG

Die imposante Masse des Felsens erhebt sich senkrecht auf der gegenüberliegenden Seite des lakonischen Festlands. Ein schmaler Erdstreifen mit einer Brücke, Gesamtlänge 130 m, verbindet den Felsen mit dem Land. Auf Grund der Tatsache dieser einzigen Verbindung mit dem Festland, erhielt die Stadt auch den Namen Monemvasia (Moni Emvasi - einziger Eingang). Der Felsen hat ungefähr eine Länge von 1500 m, eine maximale Breite von 600 m und seine Höhe erreicht fast 200 m. Der Gipfel des Felsens ist abgeflacht, wie eine kleine Hochebene, während die Seiten rund herum von senkrecht abfallenden Felswänden gebildet werden. Der Felsen umfasst die beiden, vom Festland aus nicht zu sehenden, befestigten Wohnsiedlungen der Unterstadt (7.500 qm), so wie der Oberstadt ( 120.000 qm), welche sich auf der abfallenden Hochebene des Felsens befindet.

Im Jahre 375 nach Christus geschah ein starkes Erdbeben, welches die Landkarte der Gegend radikal veränderte. Mit dem Abbruch eines Teils des Festlandes wird die Akra Minoa in eine Insel umgewandelt, in Monemvasia. Auch Pausanias erwähnte diese „schmale, längliche Halbinsel“, die sich später vom lakonischen Festland löste und den heutigen Fels von Monemvasia bildet, welcher so die Form einer Insel angenommen hat.

Während der ganzen Dauer seiner Geschichte war Monemvasia Objekt der Begierde mutmasslicher Eroberer, welche sich der geopolitischen Wichtigkeit der Stadt bewusst waren und die ständig Versuche unternahmen, sie unter ihre Oberherrschaft zu bringen. Das Schicksal Monemvasias verlief parallel zum Einflussbereich der damaligen Grossmächte. So treffen wir Monemvasia in den verschiedenen Perioden unter den Franken, den Byzantinern, den Venezianern, dem Papst und den Türken an. Die Einwohner Monemvasias versuchten, im Rahmen all dieser Entwicklungen, ihre Identität zu bewahren. Sie vertraten ihre Meinung und indem sie sich dynamisch widersetzten, erreichten sie die Erfüllung ihrer Forderungen nach einer relativen Autonomie und der Erhaltung ihrer Vorrechte.

AKTIVITÄTEN DER VERSCHIEDENEN JAHRESZEITEN

Während des Monats September kann der Besucher an der Weinlese teilnehmen, vom Ernten der Trauben bis zur Lagerung des Weines in Fässern, in denen er reifen kann. Auch besteht das ganze Jahr über die Möglichkeit eines Besuchs bei Weinproduzenten der Umgebung.

Während den Monaten November – Dezember kann der Besucher an der Olivenernte teilnehmen und an der Produktion von Olivenöl in der lokalen Ölmühle.